Ausreise in Krisen und Kriegsgebiete ist nie freiwillig


11. Mai 2017

Die Ausreise in Krisen- und Kriegsgebiete ist nie freiwillig

„Es ist nicht überraschend, dass sich immer weniger Flüchtlinge aus Krisen- bzw. Kriegsgebieten wie Afghanistan und Irak ihre Rechte auf ein Asylverfahren gegen billige Geldangebote nehmen lassen. Die Sicherheitslage in diesen Ländern wird immer schlimmer und bedeutet vielfach Gefahr für Leib und Leben“, erklärt Sevim Dagdelen, Beauftragte der Fraktion DIE LINKE für Migration und Integration, anlässlich der veröffentlichten Zahlen zu „freiwilligen Rückkehrern“.

Dagdelen weiter:

„Es ist zynisch, Geflüchtete mit Geld dazu bringen zu wollen, ihren Asylantrag zurückzunehmen und auf Rechtsmittel zu verzichten, um sie in Krisen- und Kriegsgebiete zurückzuschicken. In ihren Herkunftsländern herrschen Perspektivlosigkeit und Lebensgefahr, auch durch die militärischen Abenteuer der Bundeswehr wie in Afghanistan oder durch die Waffenexporte in alle Welt seitens der Bundesregierung.

Die Bundesregierung sollte anfangen, ihre mörderische Außenwirtschaftspolitik zu beenden, statt sich zu wundern, wieso Flüchtlinge nicht in Kriegs- und Krisengebiete zurückwollen.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

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