Aufschwung erfasst ältere Arbeitslose schwächer
“Die positiven Arbeitsmarktdaten und der anhaltende Rückgang der registrierten Arbeitslosenzahl auf unter drei Millionen sind gute Nachrichten. Hier zeigt sich wieder einmal, dass ein robustes Wachstum die beste Grundlage für mehr Beschäftigung ist.
Am Aufschwung nehmen aber nicht alle gleich teil. Der Aufschwung erfasst vor allem Altersgruppen bis zu 50jährigen. Danach lässt die Wirkung massiv nach. Hier ist die Politik gefordert, mit aktiver Arbeitsmarktpolitik gegenzusteuern.
Ferner profitieren die Langzeitarbeitslosen immer noch weniger als Empfänger des Arbeitslosengeld I vom Aufschwung. Auch hier besteht noch Handlungsbedarf. Allerdings plant gerade die Bundesregierung die Entlastung der Kommunen auf die Arbeitslosenversicherung in Höhe von 4 Milliarden Euro abzuwälzen. Das ist grob fahrlässig. Denn Deutschland braucht beim weiterhin robusten Aufschwung mehr qualifizierte Arbeitnehmer. Das Geld benötigt deshalb die Arbeitslosenversicherung, um weiterhin aktive Arbeitsmarktpolitik betreiben zu können.
Zudem darf die Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich vielerorts um atypische Beschäftigungsformen wie befristete Stellen oder Leiharbeit handelt.
Insgesamt bewegt sich der Arbeitsmarkt dank eines robusten und von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern miterwirtschafteten Aufschwungs in die richtige Richtung.”
Quelle: Deutscher Gewerkschaftsbund - Pressestelle
Startseite - Veröffentlicht am: 2. Juli 2011 um 14:00 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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