ASG begrüßt Koalitionsvereinbarungen zur Pflegeversicherung
Der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG), Armin Lang, erklärt:
Der ASG-Bundesvorstand ist am 1. März 2008 in Berlin zusammengekommen und hat dabei eine Bewertung der jüngsten Koalitionsvereinbarung zur Pflegereform vorgenommen.
Die ASG begrüßt die Vereinbarung mit CDU und CSU über die Pflegereform. Die Pflegereform trägt eindeutig die Handschrift der SPD und Ulla Schmidt und kommt vielen Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen zugute.
Die ASG unterstützt die Reform der Pflegeversicherung, weil damit
- weitere Verbesserungen in der pflegerischen Versorgungsstruktur vorgenommen werden,
- wohnortnahe Angebote besser aufeinander abgestimmt und vernetzt werden,
- eine bessere Vereinbarkeit der Pflege von Angehörigen und Erwerbstätigkeit der Pflegenden ermöglicht wird,
- die Pflegequalität verbessert wird und
- Leistungen - insbesondere für die ambulante Pflege zuhause und für altersverwirrte Menschen - verbessert werden.
Wir bleiben dabei, dass eine bezahlte Freistellung von der Arbeit für plötzlich eintretende Pflegebedürftigkeit richtig und angemessen ist und bedauern, dass dies mit der Union nicht zu vereinbaren war.
Die ASG begrüßt die Vereinbarung, auch für Demenzkranke in stationären Einrichtungen weitere Verbesserungen vorzusehen.
Auch die Pflegerinnen und Pfleger in den Heimen brauchen für ihre physisch und psychisch harte Arbeit Anerkennung und Unterstützung. Sie brauchen eine anständige Bezahlung.Für die ASG bleiben die vorgesehenen Pflegestützpunkte als erste Anlauf- und Informationsstellen für alle Fragen rund um die Pflege ein zentrales Element der Pflegereform. Wir begrüßen, dass sie soweit wie irgend möglich auf vorhandenen Strukturen aufbauen sollen. Entscheidend ist, dass die Pflegestützpunkte wohnortnah sind und damit für die Menschen gut erreichbar sind. Jetzt ist es an den Ländern, entsprechende Angebote für die von Pflegebedürftigkeit betroffenen Menschen zu realisieren.
Quelle: PRessestelle -SPD
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