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Armutsbericht: DGB fordert Sofortprogramm gegen Armut

schwein2 © M. Kinder für Sozialticker e.V.Der Armuts- und Reichtumsbericht zeigt, dass die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland größer geworden ist und das Armutsrisiko bis in die Mitte der Gesellschaft hineinreicht. Dazu sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach am Montag in Berlin:

„Die Zahlen aus dem aktuellen Armuts- und Reichtumsbericht (pdf) sind eine glasklare Aufforderung an die Politik, deutlich mehr gegen Armut und für soziale Gerechtigkeit in Deutschland zu tun. Die Dimension des Armutsproblems wird umso deutlicher, wenn man berücksichtigt, dass die Armutsschwelle trotz der hohen Inflation von 2003 bis heute (von 938 auf 781 Euro) abgesenkt wurde.

Die Politik trägt eine erhebliche Mitverantwortung an der zunehmenden sozialen Spaltung in Deutschland. Die Arbeitsmarktreformen haben dazu geführt, dass immer mehr Menschen trotz Arbeit in Armut leben müssen. Gleichzeitig wurden Spitzenverdiener, Unternehmen und Vermögende massiv entlastet.

So stiegen die Einkommen aus Gewinnen und Vermögen in der aktuellen Aufschwungphase um 25 Prozent. Während die Realeinkommen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gesunken sind, stiegen die Profite der DAX-Unternehmen um 20 Prozent auf 73 Mrd. Euro. Dagegen sind inzwischen knapp sieben Millionen Hartz-IV-Empfänger auf Fürsorgeleistungen in Höhe des Existenzminimums angewiesen, davon sind 2,7 Millionen arbeitslos und 2,3 Millionen minderjährig.

Das Armuts- und Ungerechtigkeitsproblem in Deutschland betrifft längst auch die Mittelschicht. Der DGB fordert ein Sofortprogramm gegen Armut.
Dazu gehören:

Wichtig ist dabei auch der Kampf gegen die Steuerhinterziehung: Jährlich werden hierzulande mehr als 80 Mrd. Euro an Steuern hinterzogen.

Quelle: DGB - Pressestelle

Zurück zur Startseite - Veroeffentlicht von: Sozialticker   am: Dienstag, 20. Mai 2008 - Haftungsausschluss     Sie moechten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

  2 Kommentare / Fragen veroeffentlicht


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2 Kommentare / Fragen

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1. ... geschrieben von Steinbock am Dienstag, 20.5.2008.

Ist doch alles halb so schlimm … von 938 auf 781 Euro abgesenkt … werden sicherlich pfiffige “Diätenfuzzis” bald zu ändern wissen, denn dann sind alle wieder reich - trotz Armut, denn schließlich sind Statistiken ja so genau in dessen Inhalt, wie man es selber möchte.

So … und nun nicht weiter rum jammern und ab zur Arbeit, denn wie man in der CDU glaubt zu wissen - bekämpft Arbeit die Armut … indem man bei “rund um die Uhr” Arbeit gar keine Zeit mehr hat darüber nachzudenken, was am Monatsende noch auf der Kasse klemmt.

Und weil man sich im Wahlkampf befindet, wird bestimmt die Grenze der Armut auf 347 Euro abgesenkt neu festgelegt und “schwups” erfreuen sich alle des neuen Reichtums - sprich der Aufschwung ist gekommen.


2. ... geschrieben von Sunny am Dienstag, 20.5.2008.

die einzige lösung wäre das Hartz4 wieder abgeschafft wird..
aber davon redet ja niemand :(
die betroffenheit der politiker ist für mich nix als gespielte heuchelei.
Schliesslich waren die es die die armut und den Hunger erst vor drei jahren hier eingeführt haben..vor hartz 4 gab es diese diskussionen nicht.


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