Armut – kann auch grafisch erklärt werden


Armut grafisch

Dargestellt sind die 11 Haushalte A bis K mit der Höhe ihrer monatlichen Netto-Einkommen in Tsd. Euro als blaue Säulen. Die Spanne reicht dabei von 1.000 bis 12.000 Euro Monatseinkommen. Das durchschnittliche Einkommen liegt bei 5.000 Euro. 6 Haushalte liegen unter dem Durchschnitt (rote Markierung), drei Haushalte liegen darüber (im grünen Bereich), zwei liegen voll im Durchschnitt.

Dargestellt sind die gleichen Haushalte, A bis K, jedoch nach der Höhe des Monatseinkommens aufsteigend sortiert. Als „Median“ wird – unabhängig von seinem Wert – der mittlere Wert in dieser Reihe bezeichnet. Bei 11 Haushalten ist der sechste Haushalt der mittlere in der Reihe, und sein Einkommen ist der Median-Wert.

Das Median-Einkommen liegt in diesem Beispiel bei Haushalt F, mit 3.000 Euro.

Würde sich die Aussage des Armutsberichts auf dieses Beispiel beziehen, wenn Armut also vorliegt, wenn ein Haushalt weniger als 60% des Medianeinkommen (60% von 3.000 = 1.800) bezieht, dann gäbe es in diesem Beispiel nur einen Haushalt, J, der als arm gelten würde. Der prozentuale Anteil der armen Haushalte (1 von 11) läge bei 9,1 Prozent.

Mit dem Median wird die Bevölkerung also schlicht in zwei Hälften geteilt, von denen die eine Hälfte weniger verdient als das Median-Einkommen, die andere Hälfte mehr. Die tatsächlichen Einkommen oberhalb und unterhalb des Medians spielen dabei keine Rolle!

( … )

Quelle – sowie die dazu erklärenden Grafiken unter: Egon W. Kreutzer

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.