Arbeit im Wandel – mehr Stress und weniger Erholung

„Die Arbeitszeit und damit die Arbeitsbelastung der Beschäftigten nimmt zu. Arbeiten rund um die Uhr und um jeden Preis ist angesagt, und das belastet die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in steigendem Maße“, erklärt Sabine Zimmermann, stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zu den heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zur Entwicklung der Qualität der Arbeit. Zimmermann weiter:

„Regelmäßige Arbeit an Wochenenden ist für ein Viertel aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer traurige Normalität. Solche Belastungen sind gesundheitsschädigend und familienfeindlich. Angesichts der Zahlen ist es kein Wunder, dass die arbeitsbedingten psychischen Erkrankungen gerade unter Frauen zunehmen. Gleichzeitig sinkt die Jobsicherheit. Die Erhebungen der Statistiker belegen, dass die Jobunsicherheit längst nicht mehr nur ein Problem der jungen Berufsanfänger ist. Fast vier von zehn neu abgeschlossenen Arbeitsverträgen sind heute befristet. Befristungen hängen wie ein Damokles-Schwert über den Beschäftigten, die nie wissen, ob ihre Verträge verlängert werden und wie sie ihre Zukunft planen können.

Der Befristungswahn muss ein Ende haben. Gerade öffentliche Arbeitgeber sollten hier mit gutem Beispiel vorangehen. Die schleichende Ausweitung der Arbeitszeiten zeigt, dass der Arbeitsschutz und die Interessenvertretung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gestärkt werden müssen. Und Wochenenden sind Erholungszeiten, da sollte nur in den Branchen gearbeitet werden, in denen dies unabdingbar ist.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

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