Anklage wegen Mordversuchs im ARGE Gebäude in Kaiserslautern
Die Staatsanwaltschaft hat den 45jährigen Mann, der am 10. Dezember 2007 im Gebäude der ARGE in Kaiserslautern mit einem Messer auf eine 27jährige Sachbearbeiterin eingestochen hat, wegen versuchten Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung zum Landgericht Kaiserslautern angeklagt.
Nach dem Ergebnis der Ermittlungen stellt sich der Sachverhalt folgendermaßen dar:
Der arbeitslose Angeschuldigte verlangte von der Frau die Auszahlung seines Arbeitslosengeldes für den Monat Dezember. Das Geld hatte er noch nicht bekommen, weil er eine Antragsfrist versäumt hatte. Da er ohne Terminsvereinbarung erschienen war, sagte ihm die Sachbearbeiterin, sie könne im Moment nichts für ihn tun, und wollte ihn wegschicken. Er begann nun, mit Fäusten auf die Frau einzuschlagen. Sie rollte in Abwehrhaltung mit dem Schreibtischstuhl nach hinten zurück und geriet in eine Ecke des Büroraums, in der ihr jeder Fluchtweg abgeschnitten war. Hier stach der Angeschuldigte mit einem geöffneten Klappmesser mit einer 8 cm langen Klinge auf die Frau ein. Sie erlitt fünf Stichverletzungen am Oberkörper und wurde darüber bewusstlos. Der Angeschuldigte ließ von der Frau ab, nachdem etliche ihrer Mitarbeiter an Ort und Stelle zusammen gelaufen waren. Sie waren durch einen am Computer abgesetzten Notruf einer Angestellten alarmiert worden, die das Büro mit der Verletzten teilt. Der Angeschuldigte ließ das Messer fallen, als ihm ebenfalls herbeigerufene Polizeibeamte ihre Dienstwaffen vorhielten. Er ließ sich dann widerstandslos festnehmen.
Der bereits zweimal wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu Geldstrafen verurteilte Angeschuldigte befindet sich in Untersuchungshaft. Er hat keine Angaben zur Sache gemacht. Er war bei der Tat nicht alkoholisiert und nimmt auch keine Drogen. Für eine Einschränkung seiner Schuldfähigkeit gibt es keine Anhaltspunkte.
Quelle: Pressemeldung Staatsanwaltschaft Kaiserslautern
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