Allgemeine Impfpflicht für Kinder


Impfen ist immer aktuell: Zum guten Vorschlag aus der Politik zwecks Wiedereinführung der allgemeinen Impfpflicht für Kinder, aber nicht nur für diese.

Die meisten von uns Älteren bringen Impferfahrungen aus der ehemaligen DDR mit, wo organisiert, zeitlich genau festgelegt und erfolgreich gegen die wichtigsten epidemisch auftretenden Infektionskrankheiten geimpft wurde, womit Tuberkulose, Pocken, Masern, Diphtherie, Keuchhusten, Poliomyelitis soweit zurückgedrängt wurden, dass es für in Ausbildung befindliche Ärzte schwierig wurde, Erfahrungen mit diesen Krankheiten zu sammeln.

Natürlich wurde das Impfen damals nicht erfunden und auch nicht die Impfpflicht. Dies ist eine der großen Errungenschaften der Gesundheitspolitik im deutschen Kaiserreich.

Die Situation hat sich geändert, die Zahl der Impfmuffel wie auch die Zahl der Impfverweigerer hat ein für die Gesamtgesellschaft bedrohliches Ausmaß erreicht und dies in einer Zeit, in der durch einen weltumspannenden rasanten Verkehr von Menschen und Gütern sowie Zuwanderung eine extrem hohe Gefahr für die Verbreitung alter und neuer Infektionskrankheiten bis hin zu Pest besteht.

Völlig unverständlich ist, dass sogenannten Impfverweigerer hier in Deutschland wissentlich die Gefährdung der eigenen Kinder aber auch der Kontaktpersonen in Kauf nehmen, aber bei eigenen Ausflügen rund um die Welt sich problemlos den in den jeweiligen Besuchsländern geforderten Impfregularien unterziehen. Was für ein Paradoxon!

Im Falle der Erkrankung sind insbesondere Kinder, Kranke und alte Menschen gefährdet, die Komplikationen dieser Krankheiten nicht ausreichend Widerstand entgegensetzen zu können.

Häufig fehlt auch ein aktueller Impfschutz. Während über die Notwendigkeit der Impfung von Kindern angesichts der Masernepidemien heftig diskutiert wird und sich die Waage auf die Seite der Impfbefürworter zu neigen beginnt, steht die Beschäftigung mit den Impflücken unserer älteren Bevölkerung noch am Anfang.

Zu „Gesund älter werden im Gesundheitsland Mecklenburg-Vorpommern“ gehört auch ein ausreichender Impfschutz. Daraus resultiert die Notwendigkeit, durch Hausärzte, den aktuellen Impfstatus der Menschen in der Nacherwerbslebensphase, insbesondere aber in Einrichtungen des betreuten Wohnens und der Pflege zu erfassen und ggf. zu aktualisieren.

Natürlich können wir diese wichtige Aufgabe nicht allein auf die Hausärzte übertragen, Aufklärungskampagnen der Gesetzlichen Krankenkassen, der öffentlich-rechtlichen Medien, der zuständigen Verwaltungen, ausgehend vom Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales sind erforderlich, um effektiv wirksam werden zu können. Beispielsweise empfiehlt die Impfkommission (STIKO) für Menschen ab dem 60. Lebensjahr eine jährliche Influenza-Schutzimpfung, eine regelhaft einmalige Impfung gegen Pneumokokken sowie eine aller zehn Jahre durchzuführenden Impfschutz gegen Tetanus und Diphtherie. Auch gegen Keuchhusten sollte einmalig geimpft werden.

Wichtig ist auch, da die durch die WHO avisierte und u.a. durch Rotary international wesentlich unterstützte Ausrottung der Poliomyelitis bisher nicht gelungen ist, dass sich alle Erwachsenen, die über keinen entsprechenden Impfschutz verfügen, also gegen Poliomyelitis nicht geimpft wurden, eben diesen Impfschutz holen.

Bei geplantem Aufenthalt in Risikogebieten, ist ein diesbezüglicher Impfschutz immer zu erwerben: Hepatitis A und B, Frühsommer-Meningoencephalitis (FSME).

Es gehört auch zu einer tatsächlichen Willkommenskultur gegenüber den in Deutschland Schutzsuchenden, dass wir Ihnen den hohen Stellenwert des Impfschutzes erläutern und sie zur Inanspruchnahme dieser von uns allen finanzierten Gesundheitsleistung ermuntern.

Der Sozialverband Deutschland in Mecklenburg Vorpommern unterstützt alle Aktivitäten, die zu einer Verbesserung des Gesundheitsschutzes der Bevölkerung führen. Dazu gehört der Impfschutz.

Die aktuellen Bemühungen der Politik, die Aufmerksamkeit auf ausreichenden Impfschutz zu lenken und ihn allgemeinverpflichtend zu fordern, verfolgt der SoVD mit Aufmerksamkeit und er unterstützt diese ausdrücklich.

Quelle: Presse Sozialverband Deutschland e.V. – Landesverband Mecklenburg-Vorpommern

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29. Mai 2017

2 Kommentare

  1. In der DDR konnte man zum Gesundheitswesen/Impfpflicht vertrauen haben. Heute geht es doch nur ums Geldverdienen der Pharmaindustrie. Warum bekamen Politiker einen anderen/besseren Impfstoff, ohne Wirkstoffverstärker, gegen die Schweinegrippe, als die „normale“ Bevölkerung? Für mich liegt da was im Argen.

    Meinen Sohn ließ ich gegen die von Zecken übertragenen Viren impfen, weil das verlangt wurde, um ins Ferienlager reisen zu dürfen. 2 Impfungen im Abstand von 4 Wochen, 2 mal kämpfte er mit Unwohlsein und hohem Fieber. Als nach 12 Monaten die dritte und abschließende Impfung an der Reihe war, gab es diesen Impfstoff nicht mehr und es sollte von vorne losgehen. Aber nicht mit uns.

    Ich hatte und habe das Gefühl, dass Impfstoffe erst getestet werden, wenn sie auf dem Markt sind. Für mich gibt es heute nur noch eine nicht vertrauenswürdige Gesundheitsindustrie und kein Gesundheitswesen mehr.

    Die sollten sich lieber mal darum kümmern, dass benötigte Medikamente (Chemotherapie z. Bsp.) vorhanden sind. Aber…….Geld regiert die Welt, auch wenn es um die Gesundheit geht.

  2. So weit mir bekannt ist, gibt es gegen Zecken keinen Impfstoff. Klingt schon fast nach Testperson, die mal kurz beimpft wurde. Kostete euch dies sogar noch was?

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