Immer mehr Kinder essen im Kindergarten. Für die Fachkräfte ist es eine Herausforderung, die Kleinen an eine ausgewogene Ernährung zu gewöhnen. Hier unterstützt die Verbraucherzentrale mit Fortbildungen und einer Ideen-Box.

Kostenlose Schulungen rund um gesundes Essen für Kinder bietet die Verbraucherzentrale für Kindertagesstätten in Schleswig-Holstein an. „In den Kitas wird es immer komplizierter, das Richtige auf den Tisch zu bringen und Kinder gesund zu ernähren“, sagt Selvihan Koç, Ernährungswissenschaftlerin bei der Verbraucherzentrale.

Mehr Allergien, Übergewicht und Diabetes bei Kindern

Die Gründe sind vielfältig: Kinder verbringen mehr Zeit im Kindergarten, die Zahl der betreuten Kleinkinder unter drei Jahren steigt.* Die Verbreitung von Allergien** ist eine weitere Herausforderung, wenn es um den Speiseplan im Kindergarten geht. Neben Allergien leiden immer mehr Kinder unter Übergewicht und ernährungsbedingter Diabetes***. „In vielen Familien fehlt das Bewusstsein für gesundes Essen“, beobachtet die Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale.

Die Jüngsten für gesundes Essen begeistern

Hier setzt das Projekt „Kita Kids IN FORM“ an. In den kostenfreien Schulungen der Verbraucherzentrale lernen Fachkräfte, welche Gerichte, Snacks und Getränke sich für Kleinkinder eignen und wie sie Kinder an gesundes Essen gewöhnen. Auch der Umgang mit Lebensmittel-Allergien und die vorgeschriebene Kennzeichnung von Allergie auslösenden Zutaten sind Teil der Fortbildung. „Wir geben Tipps für den Alltag in der Kita. Alle Kindertagesstätten in Schleswig-Holstein können die Schulungen kostenfrei buchen“, sagt Selvihan Koç.

Ideen-Box fürs Spielen und Lernen

Zusätzlich haben die Verbraucherzentralen eine Ideen-Box entwickelt, die Erzieher im Kindergarten nutzen können. Mit Kartenspielen, Broschüren und Bildern bietet die Box viele Anregungen für Aktionen in der Gruppe, um Kinder für gesundes Essen zu begeistern.

*Quelle: Statistisches Bundesamt

**Quelle: Robert-Koch-Institut

***Quelle: Deutsche Diabetes Gesellschaft

Beitragsquelle: Presse Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein e.V.

22. September 2017