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Alleinerziehende in Ausbildung und Beruf bringen

Diakonie und Der Paritätische starten Projekt „Artemis“ zur Teilzeitausbildung.

Alleinerziehende Frauen können künftig an zehn Orten in Baden-Württemberg eine Teilzeitausbildung machen. Das Projekt „Artemis“ von Diakonie und Paritätischem ermöglicht ihnen damit eine reguläre Ausbildung in Betrieben. Ebenso werden durch dieses neue und zum Teil für Frauen eher untypische Ausbildungsstellen durch Betriebe geschaffen.

Gisa Haas, Geschäftsführerin der Werkstatt PARITÄT: „Der sich bereits abzeichnende Fachkräftemangel wird sich durch die demografische Entwicklung noch verschärfen. Das fordert uns heraus, alle Potenziale für Ausbildung und Beruf zu nutzen und zu fördern. Mit der Teilzeitausbildung bieten wir ein nachhaltig wirkungsvolles Instrument auf dem ersten Arbeitsmarkt an, um Betriebe und Alleinerziehende passgenau zusammenzubringen.“ Wichtigste Voraussetzung für eine gesicherte Zukunft sei nach wie vor der erfolgreiche Abschluss einer Berufsausbildung, sagt Kirchenrätin Heike Baehrens, stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg. „Die bisherigen guten Erfahrungen mit dem Modell der assistierten Ausbildung bestätigen uns darin, auch für alleinerziehende Frauen die Voraussetzungen für eine berufliche Ausbildung zu schaffen und die Frauen auf ihrem Weg zu begleiten.“

Auszubildende und Betriebe werden im Vorfeld und während der Ausbildung durch erfahrene Träger der Jugendberufshilfe individuell begleitet und umfassend unterstützt. Teilnehmen können alle alleinerziehenden Frauen, die bisher ohne Ausbildung sind. Gemeinsam wird ein geeigneter Ausbildungsplatz gesucht. Bei Bedarf wird die Suche nach einer Kinderbetreuung unterstützt.

Das Projekt „Artemis“ zur Teilzeitausbildung ist bereits an den vier Standorten Esslingen, Heilbronn, Offenburg und Waiblingen durch Träger der Jugendberufshilfe beider Verbände gestartet, die schon über Erfahrungen mit der assistierten Ausbildung für benachteiligte Jugendliche verfügen. Derzeit werden in Abstimmung mit dem Sozialministerium weitere sechs neue Standorte für den Herbst ausgewählt.

Durch das neue Angebot können bis zu 600 ratsuchende Alleinerziehende unterstützt und rund 150 von ihnen in eine Ausbildung vermittelt und dort begleitet werden. Etwa ein Viertel der Ausbildungsplätze werden von den Betrieben aufgrund des Angebots der Teilzeitausbildung zusätzlich geschaffen. Die am Projekt teilnehmenden Frauen sind in der Regel bereits seit über einem Jahr auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

Träger des Projekts „Artemis“ ist die Werkstatt PARITÄT in Kooperation mit der Diakonie Württemberg und dem Paritätischen Baden-Württemberg. Das Projekt zur Teilzeitausbildung ist Bestandteil des Programms der Landesregierung „Gute und sichere Arbeit“ und wurde als eines der größten von insgesamt acht Modellprojekten ausgewählt. Finanziert wird es überwiegend durch das Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Baden-Württemberg, wozu auch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds eingesetzt werden.

Quelle: Diakonisches Werk der evangelischen Kirche in Württemberg e.V. - Pressestelle

Startseite - Veröffentlicht am: 15. Juli 2012 um 8:00 Uhr - Haftungsausschluss     Sie möchten dem Sozialtickerteam eine Nachricht zukommen lassen? Druckversion:   Druckversion anzeigen

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1. ... Kommentar von realist am Sonntag, 15.7.2012.

Der sogenannte Fachkräftemangel ist dummes Gerede um im sogenannten Markt die Löhne zu drücken. Wenn 600 Alleinerziehende jetzt großzügig auf einmal beraten werden können, und davon ein viertel eine Teilzeitausbildung bekommen können, so ist das ein großes Blablaba und sonst nichts. Allein schon der Name „Gute und sichere Arbeit“ hat es in sich. Jede Arbeit sollte eine gute und sichere Arbeit sein, nicht nur solche die lediglich der Show dienen.


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