ALG II - Soziale Kälte kostete neben einer halben Million Euro auch noch den Tod
Sie ist tod … die 50 jährige Frau aus Oberbayern. Verbrannt - und ausgebrannt lag sie nun im Scherbenhaufen ihres bisherigen Lebens. Begleitet in den Tod - hatte sie Hartz IV (ALG II). Da wo jeder Mensch ein Verlangen nach vorhandenem Standard pflegt, ist es gerade für Hartz IV Betroffene ein “russisches Roulett” im täglichen Kampf gegen Kälte, Finsternis und dem noch grausameren Tod - dem Verhungern, entgegen zu stehen. Und so kam es, dass sie seit Januar, ohne dem heutzutage lebenswichtigen Strom auskommen musste, nur weil man dies politisch für nicht notwendig erachtete, diesen fest mit den KdU (Kosten der Unterkunft) zu verankern. Jeder kennt ja den Spruch: “Alles Wohl der deutschen Wirtschaft” - nur für die Mitbürger und Wähler hat man nichts mehr übrig.
“Die Beleuchtung bestand ausschließlich aus Kerzenlicht“, sagte der Polizeisprecher.
Nach ersten Ermittlungen soll der Brand von einer Kerze ausgegangen sein. Was viele als romantisch bezeichnen, ist der bittere Horror eines jeden Hilfebedürftigen. Ergebnis: 3 Reihenhäuser bis auf die Grundmauern niedergebrannt, 2 unverletzte Anwohner, 1 Person mit Rauchvergiftung und die besagte Tote … und dies - wegen ein paar Kilowattstunden, zu welchen man nicht nur diese Frau vom “sozialen” Netz trennte und ins Verderb schickte. Man gibt sich lieber mit einem Schaden von über 500.000 Euro zufrieden, statt mit nur 500 Euro die Teilnahme an der Gesellschaft zu ermöglichen.
Deutschland sollte sich grundsätzlich schämen, für jeden Toten, welche eigentlich auf die Fahnen der politisch Verantwortlichen zu schreiben wären. Macht und Geldgier bei Artikeln bzw. Leistungen weiterhin vorrangig zu stellen, ist das Bekanntheitssymbol dieses Landes über alle Grenzen hinaus.
Startseite - Veröffentlicht von: Steinbock am: 21. November 2007 um 9:05 Uhr - Haftungsausschluss ![]() |
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