Arbeitslose Alte in der Statistik


Berlin: (hib/CHE) Im Jahresdurchschnitt 2016 gab es 162.600 Personen, die unter die Regelung des Paragrafen 53a Absatz 2 SGB II (Zweites Buch Sozialgesetzbuch) gefallen sind. Das geht aus der Antwort (18/11392) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (18/11254) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hervor.

Die Regelung führt dazu, dass erwerbsfähige Leistungsberechtigte, denen nach Vollendung des 58. Lebensjahrs ein Jahr lang keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung angeboten wurde, nach diesem Zeitraum offiziell nicht mehr als arbeitslos gelten, obwohl sie nach einer neuen Arbeit suchen. Die Bundesregierung schreibt in der Antwort weiter, dass sie keine Abschaffung des Paragrafen 53a Absatz 2 SGB II plane.

Quelle: Deutscher Bundestag

28. März 2017

2 Kommentare

  1. Ich glaube, daß die intern schon wissen, um wie viele Leute die die Arbeitslosenstatistik nach unten manipulieren; schließlich ist das der einzige Zweck der Regelung § 53a Abs. 2 SGB II.
    Hinzu kommen noch die 27 Prozent Optionskommunen, über die hat die Bundesregierung keine Angaben, weil die nicht von der Bundesagentur erhoben werden.
    Bei parlamentarischen Anfragen zur Zwangsverrentung war bzw. ist das genauso; auch dort gibt es – zumindest offiziell – keine statistische Erhebung, sondern nur mittelbare Daten.
    Aber um ein paar Hunderttausend wird die Arbeitslosenstatistik schon geschönt.

    Das ist wie mit der Superbeschäftigung. Wenn das so weitergeht, dann ist bald jeder im Lande beschäftigt – für die Rentner ist das ja schon geplant. Man muß dann nur noch die prekären Löhne verschweigen, die nicht für Essen, nicht für Miete reichen, und schon haben wir ein tolles Land.

    Herbert Masslau

  2. Sozialticker

    16. März 2017 um 18:39

    Deutschlands Rentnern geht es gut und sie genießen ihren Lebensabend:

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