Berlin: (hib/STO) Im Bereich der Behörden des Bundes gibt es nach Angaben der Bundesregierung acht Sozialwerke. Die Sozialwerke seien eigenständige gemeinnützige Vereine, die die Fürsorgepflicht des Dienstherrn unterstützen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (17/10326) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (17/10177). Hierzu erhielten sie gezielte Zuweisungen für die Durchführung von Kinder- und Jugendfreizeiten.
Ziel der Sozialwerke sei es, die Beschäftigten und deren Angehörige in sozialer, gesundheitlicher und kultureller Hinsicht zu betreuen, heißt es in der Antwort weiter. Die vielen für das Sozialwerk ehrenamtlich Tätigen seien „gelebter Ausdruck bürgerschaftlichen Engagements, dessen gesamtgesellschaftliche Bedeutung allgemein anerkannt ist“.
Quelle: Deutscher Bundestag
Anmerkung Sozialticker: … also da möchten wir aber noch nähere Informationen erhalten, welche von wem für was und wie viel bezahlt bekommen, um solche grandiose Bedeutung zu erlangen. Vor allem interessieren wir uns über deren Strukturen und wer daran womöglich alles noch verdient. Wer dazu weitere Informationen stellen kann .. immer her damit !!!
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1. ... Kommentar von Loreley
am Freitag, 10.8.2012.
Die Sozialwerke des Bundes sind schon länger in der Kritik. Sie fungieren laut Medienberichten unter anderem als kostengünsiges Reisebüro für Bundesbedienstete. Auf Kosten der Steuerzahler, versteht sich.
Zitat:
“(…) In der Kritik stehen die Sozialwerke nicht wegen ihrer karitativen Tätigkeiten, sondern wegen ihrer Funktion als Reisebüro für Bundesbedienstete und ihre Familien. So kostet eine Nacht in einem Ferienhaus auf Sylt beim Sozialwerk des Bundesverkehrsministeriums pro Person 6,60 Euro. Hochdotierte Ministeriumsbeamte sind von solchen Angeboten nicht ausgeschlossen. (…)”
Und zum Thema “ehrenamtliche Tätigkeit”- denn irgendwer muss ja auch bei diesen “Sozialwerken” den Laden schmeissen, plus wie so ein Geschäftsmodell dann auch noch durch “Kreativität bei der Zweckdefinition” aus den Mitteln des Sozialetats finanziert werden könnte:
Zitat:
“SOZIALWERKE statt Hartz IV
Der hohe soziale und psychologische Wert einer Arbeitsstelle ist unstrittig.
Die zunehmende Rationalisierung führt allerdings zu einer Abnahme von Arbeitsplätzen. Um das Defizit auszugleichen, sind neue Strukturen nötig, die über die Verwaltung von Arbeitslosigkeit hinausgehen.
Warum nicht einen neuen Typus von Unternehmen erfinden, der auf soziale Leistungen gerichtet ist, aber marktwirtschaftliche Prinzipien nutzt ?
Diese SOZIALWERKE könnten in privater oder öffentlicher Trägerschaft konfiguriert werden und einer bestimmten Aufgabe verpflichtet sein (z.B. Entwicklungshilfe, Versorgung, Betreuung, Bildung). Unter vorgegebenen Bedingungen (z.B. nachweisliche Einstellung von Hartz IV – Empfängern) erhalten sie einen Teil des Unterstützungsgeldes und zusätzliche Erfolgsprämien in Abhängigkeit von ihrem Erfolg bei der Zweckerfüllung.
Wichtig sind die gesellschaftliche Anerkennung, die ein Arbeitsplatz vermittelt, im Gegensatz zu einer bedingungslosen Geldleistung, die nicht das Gefühl erzeugt, gebraucht zu werden.
Ein klarer juristisch und wirtschaftlich durchdachter Rahmen für die Unternehmensfigur SOZIALWERKE sollte Kreativität bei der Zweckdefinition und dem konkreten Geschäftsmodell herausfordern und dafür sorgen, dass die eingesetzten Mittel aus dem Sozialetat zu tragen sind. ”
2. ... Kommentar von Loreley
am Freitag, 10.8.2012.
@Sozialticker (FALLS Sie dies veröffentlichen wollen, sollten Sie zuerst vielleicht das Video und vor allem die PDF auf Ihrer eigenen Festplatte sichern):
Also, dies wäre eventuell noch ganz aufschlussreich; es geht um einen Panorama-Beitrag, in dem es gerade um diese Billig-Urlaube via Sozialwerke geht.
Danach noch 2 Links; der erste ist die Anfrage von der Linken zu diesem Thema, der zweite führt zu Antwort (elektronische Vorabfassung) des Deutschen Bundestags.
Hier die Antwort des Bundestages (elektronische Vorabfassung, PDF): dipbt.bundestag.de
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