Abschied von der Plastiktüte
Anlässlich der Diskussion um ein Verbot von Plastiktüten erklärt Sylvia Kotting-Uhl, umweltpolitische Sprecherin:
Die Plastiktüte ist ein klassisches Symbol der Wegwerfgesellschaft. Sie ist typisch für einen Lebensstil, der sich um Umwelt und Zukunft nicht schert. Mit Plastiktüten wird nicht nur die Ressource Erdöl vergeudet, sondern auch die Landschaft verschandelt und Gewässer belastet.
In Frankreich, Großbritannien, Australien, China und vielen anderen Ländern wird derzeit mit staatlichen Maßnahmen gegen die Plastiktütenflut vorgegangen. Es wird Zeit, dass die Bundesregierung ihre Schlafmützigkeit in der Ressourcenpolitik beendet und diese internationalen Impulse aufgreift.
Mit einem Antrag wollen wir die große Koalition dazu bewegen, Einwegtüten aus Plastik durch eine Ressourcenabgabe zu verteuern. Gegenüber einem alleinigen Verbot von Plastiktüten hat dieses ökonomische Instrument, in der Tradition der Ökosteuer, den Vorteil, dass wir damit nicht nur die Tüte, sondern auch andere umweltproblematische Verpackungen ökonomisch unattraktiv machen. Das wird Verpackungen reduzieren und umweltverträglicher machen. Ergänzend fordern wir die Bundesregierung auf, eine europaweite Initiative zu starten, um verbleibende Plastikbeutel künftig nicht mehr aus Erdöl, sondern obligatorisch aus nachwachsenden Rohstoffen zu produzieren und ihre biologische Abbaubarkeit zu gewährleisten.
Quelle: Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
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