Abgas-Sumpf endlich trocken legen

„Wenn laut TÜV-Nord-Chef Guido Rettig auf Drängen der Automobilindustrie dem TÜV untersagt wird, auch die Motorsoftware zu untersuchen, ist das ein weiterer Skandal im ganzen Abgas-Sumpf. Hier muss die Bundesregierung endlich aktiv werden und eine unabhängige und umfassende Prüfung von Fahrzeugtypen durchsetzen“, so Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE zur aktuellen Entwicklung im VW-Skandal. Leidig weiter:

„Jenseits aller juristischer Spitzfindigkeiten, ob eine Software zulässig ist oder nicht, muss VW jetzt alles daran setzen, alle Autos, die auf den Straßen weltweit unterwegs sind, so sauber zu machen, wie beim Verkauf der Fahrzeuge von VW behauptet wurde.

Auch alle anderen Hersteller müssen sich dieser Herausforderung stellen. Wenn VW-Chef Müller sagt, VW wolle sich jetzt auf die Technologien der Zukunft konzentrieren, dann ist das zu begrüßen. Allerdings ist mehr als fraglich, ob der Porsche-Mann Müller dafür der Richtige ist. Die Digitalisierung der Branche und die Elektromobilität, wie sie bisher von der Autoindustrie angegangen wird, ist jedenfalls kein zukunftsweisender Weg. Für VW und die anderen Autohersteller steht jetzt eine große Transformation an: neue nachhaltige Produktions- und Aufgabenfelder müssen erschlossen werden, mit denen die Beschäftigung gehalten wird und die Unternehmen auch längerfristig eine Perspektive bekommen. Kein gangbarer Weg ist es, weiterhin mit Werbung, Greenwashing und der aggressiven Erschließung neuer Märkte die Überproduktion von Autos mit überholter Technologie verkaufen zu wollen.“

Quelle: Fraktion DIE LINKE

Ein Gedanke zu „Abgas-Sumpf endlich trocken legen“

  1. Nein, einen Abgassumpf gibt es nicht. Es gibt höchstens Abgase, die die Umwelt und damit uns selbst erheblich belasten. Einen Sumpf bilden diese Abgase jedoch nicht.

    Wenn man bedenkt, das der wertvolle Rohstoff Erdöl, der aus dem Meer und nach Austrocknung dieser Meere durch Verwitterung von Meeresgetier in Millionen von Jahren entstanden ist, im wesentlichen dazu genutzt wird, es im Tauschhandel mit Waffen zu missbrauchen oder in knapp zwei Jahrhunderten zu verfeuern, braucht sich nicht zu wundern, wenn sich die Natur einmal gegen die Menschheit richtet. Schließlich ist uns die Erde zu seinem Erhalt, nicht zu seinem Missbrauch anvertraut worden. Ohne den Rohstoff Öl gäbe es keine Industrie, keine Pharmazie und keine Medizin, wie sie und alle heute vertraut sind.

    Fazit: Der Abgasskandal bei VW soll uns Verbraucher aufwecken und zugleich ermahnen, dass wir alle in einem schrecklichen Irrtum befangen sind.

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