Ab 1.1.2016 niedrigerer AlgII-Zahlbetrag für die Krankenversicherung

Wer sich schon gewundert hat, dass mit dem Änderungsbescheid zum 1.1.2016 nicht nur die Regelleistung angepaßt (erhöht) wurde, sondern auch die vom sog. Jobcenter entrichteten Beiträge für die Krankenversicherung (und Pflegeversicherung) in der Gesetzlichen Krankenversicherung gekürzt wurden, dem bzw. der sei hier kurz der förmliche Grund dafür genannt:

1.
BGBl. I, 2014, Nr. 33, S. 1137 (GKV-FQWG vom 21.7.2014)
Art. 1 Nr. 15 zu § 232a SGB V und Art. 7 Nr. 2b) bei Alg II nur noch das 0,2060-fache (statt 0,3450-fache) der monatlichen Bezugsgröße
Art. 17 Abs. 2 Inkrafttreten: 1.1.2016

2.
BGBl. I, 2015, Nr. 30, S. 1242
Art. 11 Änderung GKV-FQWG zu Art. 7 Nr. 2b): das Wort „allgemeine“ wird ersetzt durch „ermäßigte“

Damit ist klar, weswegen – unter Berücksichtigung der ab 1.1.2016 erhöhten GKV-Beiträge rund nur noch 60% der bisherigen GKV-Beiträge an den Gesundheitsfonds überwiesen werden.

Quelle: Herbert Masslau

2 Gedanken zu „Ab 1.1.2016 niedrigerer AlgII-Zahlbetrag für die Krankenversicherung“

  1. Da tricksen die „da oben“ ausnahmsweise mal nicht wirklich.
    Denn seit 01.01.2016 wird dieser niedrigere Betrag nun für jeden AlgII-Bezieher (ab dem Alter von 15) gezahlt; also auch für ehemals Familienversicherte wie Ehepartner oder Schüler. Hinzu kommt, dass dieser niedrigere Krankenkassenbetrag nicht zusätzlich durch z. B. Erwerbstätigkeiten gekürzt wird.

    Fazit: Ohne genaue deutschlandweite Zahlen zu kennen, sagt mir mein Bauchgefühl, dass die Krankenkassen 2016 von den Jobcentern dadurch eher noch mehr Beiträge übers Jahr bekommen als noch im Jahr zuvor.

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