38 kommunale Grundsicherungsträger schichteten Mittel um
Berlin: (hib/MPI) Im vergangenen Jahr haben 38 kommunale Grundsicherungsträger eine Umschichtung ihrer Eingliederungsmittel für Langzeitarbeitslose zugunsten der Verwaltungskosten beantragt. Alle gestellten Anträge seien bewilligt worden, schreibt die Bundesregierung in ihrer Antwort (16/8286) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion (16/8054). Insgesamt seien somit knapp 687 Millionen Euro an die zugelassenen kommunalen Träger zugewiesen worden. Spitzenreiter bei der Umschichtung war den Angaben zufolge der kommunale Träger Leer (Niedersachsen), der 40 Prozent seiner Eingliederungsmittel für Verwaltungskosten aufwandte.
Schlusslicht war demnach das Eichsfeld (Thüringen) mit einem Anteil von 0,02 Prozent. Weiter heißt es, im Jahr 2006 seien es 44 Anträge gewesen, die ebenfalls vom Bundesarbeitsministerium bewilligt worden seien. Damals habe es sich um Mittel in Höhe von knapp 739 Millionen Euro gehandelt. In 69 Kommunen, den so genannten Optionskommunen, sind für die Arbeitslosengeld-II-Bezieher nicht die Arbeitsagenturen und die Kommunen gemeinsam zuständig, sondern ausschließlich Städte oder Landkreise.
Quelle: Deutscher Bundestag
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