Mittwoch, 15. Februar 2017, 10.30 Uhr + Place Kléber (ehem. Barfüßlerplatz), Straßburg, Frankreich

Das europäische Attac-Netzwerk mobilisiert für Mittwoch zu einer internationalen Demonstration gegen CETA in Straßburg. Anlass ist die Abstimmung des Europaparlaments über das umstrittene EU-Kanada-Freihandelsabkommen an diesem Tag. Aus Deutschland beteiligen sich Attac-Aktive aus mehr als zwölf Städten an den von einem breiten Bündnis getragenen Protesten. Aus Frankfurt am Main, Mannheim und Darmstadt fahren von Attac organisierte Busse nach Straßburg.

Es steht zu befürchten, dass das EU-Parlament CETA mehrheitlich durchwinken wird. Indirekt würden die Abgeordneten damit auch den Startschuss geben für die vorläufige Anwendung des Freihandelsabkommens – noch vor seiner Ratifizierung durch die nationalen Parlamente.

Roland Süß von Attac Deutschland: „Das werden wir nicht schweigend hinnehmen und unseren deutlichen Protest in Straßburg hör- und sichtbar machen. CETA stärkt die Macht großer Konzerne auf Kosten von Umwelt- und Verbraucherschutz, Arbeitnehmerrechten und Demokratie und gefährdet das Allgemeinwohl auf beiden Seiten des Atlantiks. Unser breiter demokratischer Widerstand wird weitergehen.“

Mehr als 3,5 Millionen Menschen haben die selbstorganisierte Europäische Bürgerinitiative gegen TTIP und CETA unterzeichnet. Zuletzt gingen im Herbst allein in Deutschland 320.000 Bürgerinnen und Bürger gegen die Freihandelsabkommen auf die Straße. Zuvor beteiligten sich Hunderttausende an Demonstrationen in Berlin und Hannover.

Die Demonstration am Mittwoch in Straßburg beginnt um 10.30 Uhr auf der Place Kléber. Um 11.30 Uhr starten eine Kundgebung und Aktionen vor dem Europaparlament. Nach der Entscheidung des Parlaments (voraussichtlich gegen 14 Uhr) beginnt eine große internationale Versammlung, bei der weitere Aktivitäten gegen CETA beraten werden. Bereits am Dienstagabend gibt es einen Empfang und ein Konzert mit Ansprachen. Beginn ist um 18 Uhr im autonomen Zentrum Molodoï (19, rue du Ban de la Roche).

Quelle: Attac-Pressekontakt

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10. Februar 2017