1,9 Milliarden Euro durch Sanktionen vorenthalten


Abschaffung von Hartz IV-Sanktionen!

Die Jobcenter haben Hartz IV-Beziehenden von 2007 bis 2016 insgesamt 1,9 Milliarden Euro durch Sanktionen vorenthalten. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage von Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag hervor. Dazu erklärt Katja Kipping, Vorsitzende der Partei DIE LINKE:

Sanktionen sind ein Angriff auf die Grundrechte und auf die Teilhabe an der Gesellschaft. Sie treffen Menschen, die in der Regel kein finanzielles Polster haben und verursachen Existenzängste und Existenznöte – die Sanktionen gehören abgeschafft. DIE LINKE macht deshalb Druck für die sofortige Abschaffung der Sanktionen und fordert eine sanktionsfreie Mindestsicherung statt Hartz IV.

Quelle: Die Linke

Anmerkung Sozialticker – und die „rotbetuchten Robeträger“ schauen dem wahnsinnig fiskalischen Treiben tatenlos auch weiterhin nur regungslos zu.

23. Juni 2017

2 Kommentare

  1. Sanktionen sind ein Angriff auf die Grundrechte……. is doch QUARK, Arme haben einfach keine Grundrechte wie sie anderen Menschen ganz selbstverständlich zugestanden werden.

    ein wie auch immer gearteter Einschnitt bei den Grund- und Menschenrechten läuft im Kern darauf hinaus den Betroffenen das Mensch zu sein abspricht. Ja, genau das hatten wir schon mal und wir haben es so zelebriert dass es wohl seinen Weg ins „Erbgut“ gefunden hat. Anders ist es nicht zu erklären dass sich dieses Herrenmenschenpack immer noch erdreistet andere Menschen als irgndwie geringwertiger zu behandeln als man es für sih sehen wollte.

    ….die Krönung ist aber dass WIR denen das ungestraft durchgehen lassen.

  2. Willi Freundlich (Pseudonym)

    24. Juni 2017 um 14:14

    Wenn unsere Regierung im Zeitraum von 9 Jahren den Armen in unserer Gesellschaft 1,9 Mrd Euro entzogen hat, so hat die Regierung (damals SPD) in vergleichbarer Zeit (2005 bis 2012) den Reichsten in unserem Lande mindestens 31,8 Mrd Euro in den nimmersatten Rachen geschoben.

    Einem jüngst erschienenen Bericht aus Die Zeit zufolge, haben besonders gewiefte – sehr reiche – Gauner durch besagte Cum-Cum und Cum-Ex-Geschäfte uns Steuerzahler um mindestens 31,8 Mrd Euro beschissen – und kommen ungestraft davon.

    Das Prinzip ist klar: Den Armen wird genommen, den Reichen noch mehr gegeben. Also eine Umverteilung von unten nach oben. Genau diesem Prinzip dienen die in unserem Land geltenden Vorschriften aus den Sozialgesetzbüchern SGB II und SGB XII. Sozialpolitik ist nunmal ein führwahr garstig Ding. Man könnte das Wort Gottes in der Weise deuten: Eher geht ein Kamel durchs Nadelöhr als ein Politiker ins Himmelreich. Ein Grauen, wenn es anders wäre.

Schreibe einen Kommentar zu Willi Freundlich (Pseudonym) Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

© 2017 Sozialticker

Start - Sozialticker↑ ↑

Google+ Twitter