10 Jahre Hartz IV und Weltarmutstag – Mauer zwischen arm und reich

SAK: Hartz IV hat die Spaltung der Gesellschaft verstärkt

„Hartz IV hat die Arbeitslosigkeit nicht verringert, sondern nur versteckt und die Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich weiter vertieft“
Aus diesem Anlass errichtet die Saarländische Armutskonferenz am Weltarmutstag, dem 17.10.2015, ab 11 Uhr, vor der Europagalerie in Saarbrücken eine Mauer zwischen Arm und Reich.

Sie ist Bestandteil des bundesweiten Aktionstages der Landesarmutskonferenzen aus Baden-Württemberg, Niedersachsen und Saarland in Kooperation mit der Nationalen Armutskonferenz.

Nach Einschätzung der Beteiligten erhält die skandalöse Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich durch die aktuelle Flüchtlingssituation zusätzliche Brisanz. Brandanschläge und offene Gewalt von Neonazis vor Flüchtlingsunterkünften belegten: Finanziell benachteiligte Gruppen werden gegeneinander ausgespielt und dieser Konflikt werde auf dem Rücken der Schwächsten, von Flüchtlingen, ausgetragen. Damit werde die demokratische Legitimation unserer Gesellschaft in ihrem Kern bedroht. Diese Konflikte seien nur dann zu lösen, wenn Armut sowohl im Saarland als auch jenseits unserer Grenzen nachhaltig bekämpft werde. Alles andere mildere nur die Symptome von Armut.

Wolfgang Edlinger stellt als Vorsitzender der Saarländischen Armutskonferenz fest: Der erste Arbeitsmarkt löst das Integrationsproblem selbst in Zeiten eines wirtschaftlichen Aufschwungs nicht. Die Saarländische Armutskonferenz fordere daher einen öffentlich geförderten Beschäftigungssektor für Langzeitarbeitslose auf freiwilliger Basis zu tariflichen Bedingungen. Hier seien alle Akteure gefordert, vor allem der Bund aber auch Land und Kommunen. In diesen Prozess seien die Betroffenen mit einzubeziehen.

Am 3. Oktober war der 25. Jahrestag der deutschen Einheit. Solange eine Mauer zwischen Arm und Reich existiere, könne von der Einheit unserer Gesellschaft nicht die Rede sein.

Quelle: Saarländische Armutskonferenz e.V.

3 Gedanken zu „10 Jahre Hartz IV und Weltarmutstag – Mauer zwischen arm und reich“

  1. Nun ja, ich bin auch nicht grad auf Rosen gebettet, aber gegen die zur Zeit anhaltende Flüchtlingswelle hab ich trotzdem nichts, im Gegenteil. Wir leben hier immerhin in Frieden und Sicherheit. Uns zerstört niemand unser Zuhause. Deshalb sollten wir die Fluechtlinge wilkommen heißen und sie mit offenen Armen und Herzen aufnehmen. Ich fühle mich auch nicht gegen die Flüchtlinge ausgespielt, zumal sie auch noch weniger bekommen, und bald noch nicht mal mehr Geld erhalten, sondern nur noch Sachleistungen.

  2. Verehrte Christine:

    Dein Frieden beruht darauf das Deutschland mit en USA nach Afghanistan geht,

    und nicht etwa Russland oder China mit den Afghanen herkommt.

    Dass Du eben auch nicht auf „Rosen gebettet bist“ liegt an Hartz 4, denn Du hast Angst, Deinen noch so bescheiden bezahlten Job etwa durch Widerworte und Lohnforderungen zu verlieren.

    Den Forderungen Schäuble nach weniger Hartz für Flüchtlinge aufzusitzen bedeutet:

    „Ich habe mich damit abgefunden, dass ich „nach 30 Jahren Arbeit mit 399 Euro abgespeist werde“.

    Und ich finde mich auch damit ab, dass MIR dann in Kürze auch -wie den Flüchtlingen- die Weiterbildung von diesem ELENDSHARTZ abgezogen werden.

    Und: “ Mit ELENDEM DEUTSCHEN STOLZ sehe ich zu,

    wie den Kriminalitätsgeküngigten (VW) das Kurzarbeitergeld aus der Rentenkasse gezahlt wird,

    und ein Wettlauf um die Vergabe der nächsten Subventionen für die Elektroautos, die sich am E nde nur deie Reichsten der Nation leisten können,

    entsteht: „Presst es in die korrupten Auto-Ärsche !“

  3. 2 Gedanken zu „10 Jahre Hartz IV und Weltarmutstag – Mauer zwischen arm und reich“
    –> die Schriftgröße ist zu klein!

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